Vakuumguss wird eingesetzt, um hochwertige Stahl-, Edelstahl- und Aluminiumteile zu fertigen, die höchste Anforderungen an Maßhaltigkeit, Oberflächenqualität und Werkstoffeigenschaften erfüllen.
Durch das Vakuum wird verhindert, dass während des Gießprozesses Luft oder Gase in die Form eindringen. So entstehen Gussteile, die nahezu frei von Poren und Lunkern sind. Gleichzeitig wird das Oxidieren der Schmelze vermieden, was ein entscheidender Vorteil, bei hochwertigen Legierungen ist.
Beim Vakuumguss, genauer gesagt beim Vakuum-Feinguss, handelt es sich um ein spezielles Gießverfahren, das unter Unterdruckbedingungen durchgeführt wird. Ziel ist es, Lufteinschlüsse und Oxidation der Metallschmelze zu verhindern. Dadurch entstehen Gussteile, die besonders dicht, porenfrei und maßhaltig sind.
Der Ablauf ist eng mit dem klassischen Feinguss verwandt: Zunächst wird ein Wachsmuster des Bauteils erstellt und mit Keramik ummantelt. Nach dem Ausschmelzen des Wachses bleibt eine hochfeste Negativform zurück. Unter Vakuum wird anschließend die Schmelze in die Form gegossen. Das Vakuum sorgt dafür, dass selbst feinste Geometrien und komplexe Konturen vollständig ausgefüllt werden.
Durch diese Prozessführung entstehen Gussteile mit sehr glatter Oberfläche, hoher Detailgenauigkeit und gleichbleibender Werkstoffqualität. Der Vakuumguss zeigt seine Stärken insbesondere bei hochlegierten oder titanbasierten Werkstoffen, die unter Sauerstoffeinfluss stark reagieren und deshalb nicht unter normaler Atmosphäre gegossen werden können.
Ausgangspunkt ist ein Wachsmuster, das den späteren Bauteilen exakt entspricht. Mehrere dieser Modelle werden zu sogenannten „Trauben“ zusammengefügt und mit Keramikschichten umhüllt.
Das Wachs wird ausgeschmolzen, die Keramik ausgehärtet. Es entsteht eine hohle, hochfeste Negativform, die alle Details des Modells exakt abbildet.
Die Metallschmelze (Stahl, Titan, Edelstahl oder Aluminium) wird im Vakuum in die Form gegossen. Durch die entgaste Umgebung wird Gasporosität vermieden, das Material verteilt sich gleichmäßig und füllt auch feine Strukturen aus.
Nach dem Erstarren wird die Keramikform entfernt. Es bleiben Gussteile zurück, die sehr maßhaltig und formtreu sind.
Angüsse werden abgetrennt, Oberflächen geglättet und – je nach Anforderung – wärmebehan-delt. Auch eine mechanische Bearbeitung kann anschließen, wenn engste Toleranzen gefordert sind.
Durch das Gießen im Vakuum entstehen keine Lufteinschlüsse. Das Ergebnis sind dichte, homogene Bauteile ohne große Porenbildung.
Das Vakuum schützt die Metallschmelze vor Sauerstoffeinfluss. So bleiben auch empfindliche Legierungen frei von Oxidation.
Selbst komplexe Geometrien und feine Strukturen werden präzise abgebildet. Enge Toleranzen können zuverlässig eingehalten werden.
Die Gussteile weisen glatte Flächen und feine Details auf, wodurch der Nachbearbeitungsaufwand gering bleibt.
Die Kombination aus Vakuum und Feinguss sorgt für eine saubere Werkstoffstruktur und konstante mechanische Eigenschaften.
Vakuumguss eignet sich für Stahl, Edelstahl, Aluminium und zahlreiche Sonderlegierungen. Damit ist der Prozess vielseitig einsetzbar.
Die gegossenen Teile können zusätzlich wärmebehandelt werden, um gezielte Eigenschaften wie Härte oder Zähigkeit einzustellen.
Vakuumguss wird überall dort eingesetzt, wo Bauteile höchsten Qualitätsansprüchen genügen müssen. Die Bandbreite reicht von einfachen Gehäusen über komplexe Funktionsteile bis zu filigranen Bauteilen mit integrierten Details:
Sicherheitsrelevante Gussteile, Strukturbauteile
Komplexe Funktionsteile und Präzisionskomponenten
Korrosionsbeständige Edelstahlkomponenten
Hochbelastete Edelstahl- und Superlegierungsteile
Korrosions- und verschleißfeste Gussteile
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